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Interview mit Paul Logan über Transatlantik-DX auf UKW |
Dass Überreichweiten vor Kontinentgrenzen nicht halt machen und sogar den Atlantik überqueren können, zeigt der folgende Artikel. REFLEXION führte ein Interview mit dem irischen DXer Paul Logan, der darin über einige Hintergründe seiner sensationellen USA-Empfänge auf UKW vom 26.6.09 berichtet. Hier geht es zu dem kompletten Interview, das in der REFLEXION 224 (Juli 2009) erschienen ist. |
Überreichweiten! - Was ist das eigentlich? |
Überreichweiten können verschiedene Ursachen haben: z.B. eine ausgeprägte Hochdruck-Wetterlage. Stabiles Hochdruckwetter mit wenig Wind und klarem Himmel kommt hauptsächlich im Spätsommer und Herbst vor. Es bewirkt nachts und morgens eine Temperaturinversion, d.h. eine Umkehrung des normalen höhenabhängigen Temperaturverlaufs in der Atmosphäre. Einfacher ausgedrückt: Während es gewöhnlich mit wachsender Höhe immer kälter wird, steigt die Temperatur bei einer Inversion in einem bestimmten Höhenbereich (oft in 800 bis 1000 Meter) an.
Aber zum Glück gibt es noch die Ionosphäre! In rund 100 km Höhe befindet sich die sogenannte E-Schicht, die von Mai bis August für die wohl faszinierendste Art von Überreichweiten sorgt. Vor allem mittags und abends ballen sich dort die Elektronenwolken zusammen und wandern rasch über ganz Europa hinweg. Diese sporadische E-Schicht, eine typische Erscheinung der mittleren Breiten, reflektiert sehr gut Frequenzen von 20 bis 150 MHz (Kurzwelle, TV auf VHF I und UKW). Besonders häufig und stark betroffen sind die Fernsehkanäle 2, 3 und 4, die zum Glück in Mitteleuropa nur von wenigen Sendern benutzt werden.
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Technische Voraussetzungen für den Überreichweiten-Empfang |
Viele UKW- und TV-Empfangsamateure betreiben Tropo- oder Sporadik-E-DX mit eingebauten Teleskopantennen oder Zimmerantennen, die man auch selbst bauen kann. Wenn man von seiner Wohnung mindestens nach Süden freie Sicht zum Horizont hat, mag das reichen. Besser sind natürlich drehbare Yagiantennen auf dem Dach oder Balkon, besonders für den, der schon bei normalen Empfangsbedingungen mehr empfangen möchte oder auch schwache troposphärische Überreichweiten ausnutzen will.
Für UKW-DX-Erfolge empfiehlt es sich vor allem, ein trennscharfes Gerät zu benutzen, am besten einen hochwertigen UKW-Tuner. Aber gute Kofferempfanger bringen schon eine ganze Menge. Ein eingebauter RDS-Decoder kann sehr hilfreich sein bei der Identifizierung unbekannter Sender. |
Sind Sie eine Sammlernatur? |
Viele UKW- und Fernsehstationen bestätigen korrekte Empfangsberichte per QSL-Karte oder Brief. Man sollte aber daran denken, daß diese Sender Inlandsprogramme ausstrahlen und höchstens am technischen Teil des Berichtes interessiert sind. Als Beweis für die Richtigkeit des Berichtes kann man an Fernsehstationen ein Foto beilegen, das man vom Bildschirm aufgenommen hat. Dabei sollte man mindestens 1/25 Sekunde belichten (besser 1/8 oder 1/15), da sonst auf dem Foto schwarze Balken zu sehen sind.
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Alles klar ? |
| Diese Erklärungen zum UKW- und TV-DX reichen eigentlich schon aus, um damit anfangen zu können. Weitere Infos gibt es auf unserer Homepage und vor allem in unserer Zeitschrift REFLEXION. |